Kaninchen als Haustiere

Gerade in Familien mit Kindern kommt fast immer das Thema Haustiere auf den Tisch. Wenn die Eltern selber kein Interesse an einen Hund doer Katze haben, fällt die Wahl oft auf etwas kleines, was im ersten Moment als Pflegeleicht erscheint.

Natürlich kann man das Glück haben, dass ein Kaninchen jahrelang ohne Probleme in seinem Käfig vor sich hinlebt – keine Frage, selber schon erlebt. Allerdings ist dieses Glück nicht mit jedem. Aber eins nach dem anderen 🙂

Haustiere – Zwergkaninchen & co. pflegeleicht?

Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster und co. wirken natürlich erstmal sehr pflegeleicht. Doch man sollte es sich damit nicht zu einfach machen, denn auch die kleinen Plüschmonster haben gewisse Wünsche und Bedürfnisse, die leider nur die wenigsten kennen. Auch im Zoofachhandel und in vielen Tierheimen wird darüber nicht richtig aufgeklärt – warum? Weil der Zoofachhandel dann nicht mehr viel verkaufen würde. Im Grunde macht man sich keine große Gedanken darüber, denn schließlich kennt man das Bild vom Hasen im Käfig. Süß, einfach und bequem.

Kaninchen können sich nicht äußern, nichts sagen und die meisten finden sich mit dem ab was sie haben. Es ist vergleichbar mit einem Menschen. Man könnte ihn auch in einem Kellerraum halten und jeden Tag etwas Essen hineinlegen – doch das tut man nicht, vor allem weil Menschen sich ausdrücken können und etwas für ihren Lifestyle tun können. Kaninchen nicht.

Selten melden sich aber auch unsere Plüschnasen zu Wort, indem sie am Gitter rütteln, knabbern und zerren. Sie buddeln und buddeln und man fragt sich, ob sie sich durch die Plastikwanne buddeln wollen. Allein diese Verhaltensweisen sollten zu Denken geben – auch damit erwecken die Kaninchen leider oft nicht das richtige Interesse…  Es gibt aber auch das Passive aufmerksam machen. Einfach fast den ganzen Tag schlafen, in der Ecke liegen und sich nur mal zum Futter bewegen. Warum? Weil sie ja nichts anderes machen können… was würdest du den ganzen Tag tun, wenn du nur einen kleinen Raum hast mit einer Toilette und einer Ecke mit Essen? Richtig… rumliegen, schlafen…von mehr Platz, Spaß und Beschäftigung träumen.

Kaninchen sind sehr sozial und brauchen artgenossen, die die gleiche Sprache sprechen, sprich andere Kaninchen! Denn du wärst auch nicht mit einem Elefanten als Lebenspartner auf Dauer glücklich, oder?

Easy bei Krankheit?

Wenn die kleinen Haustiere dann krank werden kann es nicht nur sehr teuer werden, sondern extrem anstrengend. Denn wenn ein Kaninchen krank wird, dann muss man wirklich alle 1-2 Stunden sich um die Medikamente und das Fressen kümmern. Wenn diese Haustiere sich also unwohl fühlen und das Fressen einstellen, dann musst du dich darum kümmern, das der Stopfmagen nicht zum Erliegen kommt. Passiert das nämlich und es kommt kein Futter von oben nach, dann bricht das ganze Magen/Darm – Kreislaufsystem zusammen und das Haustier ist nicht mehr zu retten, es kann sterben.