Zwergkaninchen

Zwergkaninchen sind Tiere, die sich gerne und sehr viel bewegen. Kaninchen hüpfen nicht nur von rechts nach links, sondern auch nach oben und nach unten. Per Hakenschlag quer durch den Raum, zu den unmöglichsten Uhrzeiten! Tiere, die einen immer auf Trapp halten.

Sie sind als Haustiere in deutschen Haushalten sehr beliebt. Unter anderem werden sie auch als Kindertiere betitelt. Nun wollen wir uns doch mal anschauen, ob es wirklich Kuscheltiere sind. Immerhin geht es hier um Lebewesen, welches du nicht mal eben in einem Schrank verstauen kannst:

kaninchen

Zwergkaninchen – Fakten:

Alter: 8 – 12 Jahre

Gewicht: 1kg – 2,5kg

Körperbau: Filigran mit sehr starken Hinterläufen, der Kaninchenkörper ist auf viel Bewegung ausgelegt ( zwingend für ein gesundes Kaninchen nötig) und besitzt zarte Körperteile.

Eigenschaften: soziales Gruppentier, dämmerungsaktiv, empfindlich, wild, sportlich, neugierig, buddelfreudig, nagefreudig, lernfreudig, sprungfreudig, kletterfreudig, versteckfreudig, aber auch schreckhaft und ein Fluchttier!

Zwergkaninchen Fazit:

Zwergkaninchen sind Lebewesen, die auch nur dieses eine Leben haben. Ihre Eigenschaften und Bedürfnisse lassen sich vom wilden Kaninchen ableiten und auch Zuhause beobachten. Sie werden bis zu 12 Jahre alt und kosten dementsprechend auch bis zu 12 Jahre Geld und Pflege. Aufgrund ihrer Eigenschaften ( Fluchttier!) sind es keine Kinderzimmertiere zum Kuscheln, denn sie sind sehr schreckhaft und empfindlich. 

Auch wenn sie klein und schnuckelig sind, steckt doch eine große Verantwortung hinter ihren Löffeln, nicht jedes Zwergkaninchen möchte auf den Arm genommen werden. Sie wollen gefordert werden, sich bewegen und ihren Trieben nachgehen. Vor allem brauchen sie Platz und Artgenossen, die ihre Sprache sprechen. Kindern macht es großen Spaß, ihnen dabei zuzusehen wie sie sich in ihrem artgerechten Gehege wohlfühlen. Dort können Zwergkaninchen springen, hüpfen oder mit ihrem Partnertier schmusen und sich gegenseitig umsorgen!

Letztendlich sind Kaninchen zwar Süße, aber sehr schwierige Tiere. Unter anderem können sie auch sehr anstrengend sein, wenn sie alles annagen wollen, sich in jede Lücke quetschen wollen oder aber auch ziemlich zickig in ihrer Pubertät sind. Zudem wollen Zwergkaninchen auch nicht immer angefasst oder hochgenommen werden. Sobald sie krank sind, muss man schleunigst zum Tierarzt, denn Kaninchen zeigen erst Krankheitssymptome, wenn es schon sehr schlimm ist. Da ihr Kreislauf sehr empfindlich ist, muss sofort gehandelt werden, denn wenn dieser zusammenbricht ist ihnen fast nicht mehr zu helfen.

Gerade durch die ganzen Überzüchtungen sterben viele Kaninchen durch Krankheiten und nicht an Altersschwäche. Leider sind Krankheiten bei Zwergkaninchen sehr anstrengend, denn meistens ist damit verbunden, das die Tiere alle 1-2 Stunden Medikamente und Päppelbrei benötigen. Dies kann bedeuten, dass man einige Tage kaum Schlaf bekommt.

Zoogeschäfte erzählen sowas natürlich nicht. Denn sie wollen verkaufen und Gewinn machen. Wenn du dich für Kaninchen entscheidest, dann solltest du dir Gedanken machen, ob du all das in Kauf nimmst und ob du ein überzüchtetes Zoogeschäfttier haben möchtest, oder ob du einem Tier aus dem Tierschutz ein zweites Leben schenken möchtest.

 

Auf den nachfolgenden Seiten findest du alle wichtigen Informationen über Zwergkaninchen. Hier erfährst du, was du für ein glückliches Leben mit ihnen brauchst.

Denn oft schaut man als Halter nicht über den Tellerrand hinaus, jahrelang sehen wir Kaninchn in Käfigen, lassen sie ab und zu mal in der Wohnung hoppeln und denken, dass sie glücklich sind. Denn beim Hoppeln schlagen sie Haken usw… doch bedenken wir nicht, dass sie sich natürlich freuen mal aus ihrem Käfig rauszukommen, auch wenn es eigentlich ihre Schlafenszeit ist. Sie nutzen dann die Gelegenheit, um sich ihre langen Sprungbeine vertreten zu können. Diese rosten aufgrund des wenigen Auslaufs im Laufe des Alters nämlich ein und sie können dann nicht mehr so gut hüpfen und springen – wie sie es eigentlich können. Das ist vielen Haltern garnicht bewusst…

Genauso denken leider immer noch viele Halter, dass Kaninchen alleine glücklich sind. Schließlich sind sie verschmust, lassen sich gerne kraulen und laufen einem nach. Das dies aber keine natürlche Angewohnheit ist, ist den meisten nicht bewusst. Es befriedigt ihre Bedürfnisse nicht… sie greifen nur nach den Krümeln, die ihr Halter ihnen gibt, um zumindest ein bischen Beschäftigung zu haben. Lieber würden sie mit einem Artgenossen, auf Kaninchenart, schmusen, flitzen und zusammen Zweige zerlegen und vieles mehr.