Ernährung

Ernährung – wichtige Informationen, die zeigen wie wichtig die richtige Fütterung ist:

  • Schneide- und Backenzähne wachsen bei unseren Lieblingen ein Leben lang weiter. Durch die richtige Fütterung nutzen diese sich richtig ab und beugen Zahnfehlstellungen und Krankheiten vor.
  • Der Magen- Darm Trakt ist anders wie bei Menschen. Er hat kaum Muskeln und ist darauf angewiesen, dass das Kaninchen sehr sehr viele kleine Portionen an Nahrung aufnimmt. Dadurch wird die Nahrung weitergeschoben und letztendlich verarbeitet. Passiert das nicht ( zb. durch Zahnprobleme oder frisst das Kaninchen nicht mehr) können schlimme Bauch- Darmprobleme entstehen. Zum Beispiel kann die noch im Darm befindliche Nahrung anfangen zu gären und schlimme Bauchweh verursachen
  • Das Calcium / Phosphor Verhältnis sollte möglichst ausgeglichen sein! Da sonst Blasenprobleme entstehen können
  • abwechslungsreiche Fütterung, sodass ein Zwergkaninchen selektieren kann und ihm alle wichtigen Nährstoffe zur Verfügung stehen.

Kaninchen Ernährung – die perfekte Mischung

Wiese: am besten Ad Libitum, da artgerecht und unverändert!

Eine gute Mischung aus Wildgräsern = verschiedene Grasarten wie Lieschgras, Weidlgras, Kammgras, Wiesenrispe, Knaulgras) und Wildpflanzen = unter anderem Klee, Labkraut, Löwenzahn ( auch Löwenzahnwurzeln), Spitzwegerich, Breitwegerich, Brennnessel, Schafgarbe, Ringelblume, Kornblume, Luzerne, Malve, Zaunwicke, Schöllkraut, Sonnenhut ( Echinacea), Gänseblümchen, Kamille, Kerbel, Giersch und viele mehr!

Heu: bitte immer Ad Libitum, da es neben der Wiese das artgerechteste Futter ist!

Heu empfehlen wir direkt vom Bauern zu beziehen. Ob aus den Bergen oder dem Bauern um die Ecke. Da dies noch nicht industriell verarbeitet wurde und ein Ballen meist für kleines Geld zu haben ist.

  1. Schnitt Heu – der erste Schnitt Heu hat einen hohen Rohfaseranteil und einen niedrigen Kräuteranteil, der wichtig für die Abnutzung der Zähne ist. Zudem liefert es wichtige Proteine und hochwertige Fette.
  2. Schnitt Heu – der zweite Schnitt hat einen höheren Anteil an Kräutern und feinere Gräser. Der Proteingehalt ist hier höher.

Wir füttern immer mal abwechselnd, sodass wir alle Bereiche abdecken und die Kaninchen frei wählen können. Besonders begehrt ist besonders grünes Heu! Es zeigt von Qualität und Frische.

ACHTUNG: Herbstzeitlose verirren sich gerne mal ins Heu und können bei bestimmten Mengen zum Tod führen - Giftig!

Kräuter:

Kräuter finden bei uns besonders in Krankheitsfällen großen Anklang, da sie eine Genesung unterstützen können. Werden aber auch gerne zwischendurch gefüttert.

unter anderem: Dill, Kerbel, Petersilie, Basilikum, Minze, Pfefferminze, Zitronenmelisse, Thymian, Rosmarin, Salbei, Borretsch, Estragon, Liebstöckel, Melissen, Oregano.

Gemüse:

Gemüse ist eine gute Ergänzung bei der Fütterung von Kaninchen. Vor allem im Winter, wenn das Wiese sammeln erschwert ist, wird Gemüse ein wichtiger Bestandteil neben dem Hauptnahrungsmittel Heu.

Folgende Gemüsesorten werden meist heißgeliebt:

Grünkohl, Blumenkohl, Brokkoli, Chinakohl, Rotkohl, Wirsing, Zuchhini, Tomate, Möhren, Paprika, Rote Beete, Petersilienwurzel, Pastinake, Rosenkohl, Mangold, Kürbis, Kopfsalat, Blattsalat,  Feldsalat, Fenchel, Ingwer, Gurke, Spinat und noch einiges mehr!

Obst:

Obst ist aufgrund seines Fruchtzuckergehalts eher als Leckerli zu nehmen und sollte einen kleineren Anteil des Futterplsnd ausmachen.

Apfel ( angebräunt gut bei Durchfall), Banane ( sehr Kcal reich!), Weintrauben, Wassermelone ( gut im Sommer bei Hitze), Johannisbeere, Himbeere, Heidelbeere, Erdbeere, Birne, Cranberries ( sehr gerne auch getrocknet!), Hagebutte ( auch getrocknet), Mango, Orange ( kleine Mengen) und noch einiges mehr!

ACHTUNG: Holunderbeeren sind giftig!

Äste / Bäume / Zweige / Blätter:

Weide, Birke ( auch die verwandte Hainbuche), Tanne ( bitte KEINE Tannenbäume!), Esche, Pflaumenbaum, Pappel, Linde, Kirschbaum ( nicht die Traubenkirsche!), Haselnussbaum, Ginkgo, Apfelbaum, Bambus, Birne, Eiche, Fichte,

ACHTUNG: Buchs, Wunderbaum, Eibe, Engelstrompete, Goldregen, Holunder, Schneeball - bitte vorher immer genau informieren!

Trockenfutter ( TroFu) und Brot:

Brot ist kein Futter für ein Kaninchen! Auch getrocknet gehört es nicht in ein Kaninchenmagen. Brot kann vom Zwergkaninchen nicht richtig verdaut werden und beinhaltet zuviele industrielle Inhaltsstoffe. Auch, wenn du bisher keine Probleme damit hattest: Es kann Langzeitfolgen im Alter haben! ( gestörte Darmflora)

Auch buntes Trockenfutter, bunte Leckerlies, die du im Einzelhandel bekommst sind keine gute Ernährung!

Es gibt das ein oder andere Trockenfutter, was man zufüttern kann und besonders bei alten oder kranken Tieren helfen kann.

Bevorzugt wird zum Beispiel

Cuni Complete von Versele Laga

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Nösenberger Strukturmüsli

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Nösenberger Brix werden meist gerne genommen und bieten eine Beschäftigung

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Bunny Kaninchentraum Senior

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ACHTUNG: Trockenfutter ersetzt keine artgerechte Kaninchen Ernährung mit Wiese ( alternativ, ergänzend Heu!). Bitte immer auf die Zusammensetzung achten, dass diese so naturnah und natürlich wie möglich ist!
Trockenfutter kann dick machen und dafür sorgen, dass ein Kaninchen überfüttert ist und nicht so viele kleine Portionen zu sich nimmt, wie es der Magen Darm- Trakt und die Zähne benötigen!

 

 

Kaninchen Ernährung bedeutet Verantwortung zu tragen! Denn vom Futter hängt die Gesundheit deines Zwergkaninchens ab.